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Spielbericht BSV-Ü32 - BSG BLE 4:3

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„Immer das Gleiche gegen diese fiesen Grün -Weißen!“ Die ersatzgeschwächte Ü32-Auswahl des BSV Roleber gewinnt gegen eine zweikampfstarke Truppe der BSG BLE ein intensives Spiel mit einem am Ende knappen aber verdienten 4:3.

Der BSV trat mit Fabian Bröhl, Marc Scheitterlein und Hassan Gharbaoui im Sturm, Till Franke, Kai Lenze, Abi Gharbaoui, Mark Schröder und Martin Geismann in der Abwehr, Markus Gonsior im Tor sowie Manfred Franke als Edeljoker (der aufgrund der Hektik am Ende des Spiels weise auf seinen Einsatz verzichtete) an.

Das Spiel begann mit einem hoch stehenden Gegner, der einige gute Konterchancen für die Grün-Weißen zuließ, die eigentlich bereits die Führung für den BSV hätten bringen müssen. Zweimal stoppte Martin Geismann nach Pässen von Marc Scheitterlein den Ball für den Gegner, anstatt ihn direkt irgendwie auf das Tor zu bringen. 

Erst als der Gegner sich etwas zurückzog, um die gefährlichen Konter zu unterbinden, übernahmen die Hausherren mehr und mehr das Zepter und ließen den Ball schnell und präzise durch ihre Reihen laufen. Wie geplant ließ sich der Gegner aus einer Mischung aus Ungeduld und mangelnder Impulskontrolle zentral vor dem eigenen Sechzehner zu einem Foul an Hassan Gharbaoui hinreißen. Während der gegnerische Torwart und sein zur Hilfe gerufener Abwehrhüne im Stile von Karate Kid gegen imaginäre Sichtbehinderungen kämpften, hämmerte Marc Scheitterlein nach einer kurzen Ablage den indirekten Freistoß humorlos in das rechte obere Toreck.

Nachdem der Schiedsrichter das andauernde Kampfgeschrei der Gegner mit einer gelben Karte unterbunden hatte, folgten einige wirklich fein herausgespielte Gelegenheiten der Landwirtschafts- und Ernährungsexperten, die durch konzentrierte Abwehrarbeit und einen gut aufgelegten Markus Gonsior entschärft wurden. Nach einer gegnerischen Ecke folgte das 2:0 durch einen blitzartig vorgetragenen Konter, den Marcus Gonsior durch einen Abwurf einleitete. Über den direkt gestarteten Marc Scheitterlein kam der Ball in die Mitte, traf eines der langen Beine des heraneilenden Martin Geismann und landete schließlich im Tor.

Als kurz vor der Halbzeit das 3:0, erneut durch Marc Scheitterlein, fiel, schien der Drops endgültig gelutscht. Zumal noch weitere gute Chancen nicht genutzt wurden. Zu erwähnen ist insbesondere ein Pfostenschuss durch Marc Scheitterlein.

Doch weit gefehlt: Zu Beginn der zweiten dreißig Minuten gerieten die BSVler immer mehr unter Druck und ließen sich an der eigenen Grundlinie anlaufen. Zudem nahmen die Passqualität und die Zweikampfstärke immer mehr ab. Und so war der erste Gegentreffer nicht ganz unverdient: Sämtliche Abwehrspieler konnten sich nicht entschließen den ballführenden Angreifer anzugehen und verstellten lieber ihrem eigenen Torwart die Sicht. Der Ball schlug ein. Die Gesichter waren lang. Eine Gegenreaktion war nicht zu beobachten.

Im Gegenteil folgten eine ganze Reihe von katastrophalen Fehlpässen. Einer in Form eines verhungernden Rückpasses zum eigenen Torwart durch Marc Scheitterlein, der ein nahezu perfekter Steilpass für den anlaufenden Stoßstürmer der BLE-Auswahl war, führte nur wegen der hervorragenden Reflexe auf der einen Seite und der mangelnden Koordination der unteren Extremitäten auf der anderen Seite nicht zum Anschlusstreffer. Ein weiterer durch Mark Schröder, der in zentraler Position in der Abwehr einen der in grün spielenden – zugegebener Maßen auf dem unglücklicher Weise ebenfalls grünen Kunstrasen äußerst schwer zu erkennenden – Gegenspieler schlicht übersah und ihm den Ball direkt in die Füße spielte. Es ist allerdings nicht überliefert, ob dieser letzte geschilderte Fehlpass unmittelbare negative Konsequenzen hatte. Fest steht lediglich, dass dies keine gute Phase des BSV war. Denn plötzlich stand es 3:2.

 

Erst jetzt wachte der BSV wieder auf und es folgte das 4:2. Nach einem Zuspiel durch Till Franke in den Lauf von Marc Scheitterlein spielte dieser nach akustischer Ankündigung eines Passes zum einlaufenden Mitspieler an den langen Pfosten, den Ball gegen die Laufrichtung des Torwarts aus flach ins kurze Eck. Der Gegner schien geschlagen, während sich der BSV siegessicher den Ball hin und her spielte. Es folgten noch weitere gute Chancen etwa durch Martin Geismann, der sich nach Flanke von Marc Scheitterlein nicht entscheiden konnte ob er den Ball lieber mit dem Kopf oder mit dem Knie über die Linie drücken wollte und ihn dann passieren ließ; oder von Fabian Bröhl, der aus kurzer Distanz am gegnerischen Torwart im kurzen Eck scheiterte und so den Ball vielleicht dem etwas besser positionierten Marc Scheitterlein in die Mitte zugeschoben hätte.

Es soll an dieser Stelle nicht der Eindruck erweckt werden, der Gegner hätte vollends auf- und sich geschlagen gegeben. Mit guter Kondition und nach wie vor großer Zweikampfstärke wehrten sie sich gegen die drohende Niederlage. Nach einem gewonnen Zweikampf im Mittelfeld erzielten sie so den erneuten Anschlusstreffer, der aus Sicht des BSV vermeidbar gewesen wäre.

Auch hier sind die Umstände nicht mehr genau aufzuklären, sicher ist nur dass umittelbar nach dem Treffer Fabian Bröhl in bester Günther Netzer Manier einen Wechsel vornahm, nur dass er sich nicht selbst eingewechselt, sondern sich selbst ausgewechselt hat und vorzeitig unter die kalte Dusche gegangen ist. Indizien weisen darauf hin, dass Till Franke möglicherweise einen Kommentar zum Abwehrverhalten einzelner Mitspieler vor sich hingebrummelt hat. Allerdings scheint eher ein Kommunikationsmissverständnis vorgelegen zu haben, denn zum einen ist unbestritten, dass Till Frankes Krächzen an diesem Tag kaum zwei Meter weit zu hören war, zum anderen wurde nach eigener Aussage des Sprechenden von ihm überhaupt nichts gesagt. Die nicht oder vielleicht doch kommentierte Szene war von außen jedenfalls so zu beobachten: Während Fabian Bröhl auf Anweisung seiner Mitspieler zentral im Raum stand ist der gegnerische Stürmer unmittelbar an ihm vorbei in den Sechzehner eingelaufen, um dort die Kugel ins Netz zu jagen. 

Es folgten zehn Schlussminuten, in denen der Druck auf die Gastgeber noch einmal stieg. Doch unter Zuhilfenahme der besonderen Fähigkeiten von Abi Ghaboui sich an der gegnerischen Eckfahne foulen zu lassen und den Ball für den eigenen Abstoß schneller aber doch langsamer als der Gegner aus dem Toraus zu holen, brachten die Grün-Weißen den Sieg nach Hause.

Insgesamt von allen eine solide Vorstellung gegen einen guten Gegner. Im Vergleich zu Vorwoche eine deutliche Steigerung und ein Grund sich zu freuen und die kleinen Animositäten gleich wieder zu vergessen. Weiter geht es am kommenden Montag um 19 Uhr an der Gesamtschule beim Aufsteiger Pliska!

Den Sieg erkämpften sich: 1 Markus Gonsior (0/0) – 2 Martin Geismann (1/0) – 3 Kai Lenze(0/0) – 4 Till Franke (0/1) – 9 Marc Scheitterlein (3/1) – 10 Abi Gharbaoui (0/1) – 14 Mark Schröder (0/0)– 16 Hassan Gharbaoui (0/0) – 17 Fabian Bröhl (0/1)